Kunimitsu
Magische Diebin
Herkunftsland: Japan
Kampfstil: Manji Ninjutsu
Die Kunoichi Kunimitsu nahm eine Mission der Union der Nationen an, die sie neugierig gemacht hatte, und schrieb sich getarnt als Schülerin am Mishima-Polytechnikum ein, um Informationen über die Mishima Zaibatsu zu sammeln. Kunimitsu konnte ihre Rolle als Musterschülerin mühelos spielen und brachte es bereits im zweiten Jahr zur stellvertretenden Schulsprecherin.
Sie nutze die mit dieser Position einhergehenden Freiheiten, um sich Admin-Zugriff auf die Server der Schule zu sichern und die Schülerschaft einen nach dem anderen zu durchleuchten. Während ihrer Arbeit stieß sie auf den Namen „Reina Yaotome“, den sie ziemlich sicher als Decknamen erkannte. Als hätte sie auf ihr Stichwort gewartet, trat Reina in genau diesem Moment an sie heran. „Was schleicht denn die stellvertretende Schulsprecherin hier herum? Oder sollte ich lieber fragen, was die berüchtigte Diebin Kunimitsu hier zu suchen hat?“ „Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst, Reina Yaotome … oder wäre es dir lieber, als Reina Mishima angesprochen zu werden?“ Mit dem nächsten Atemzug entfesselten beide ihre tödlichsten Angriffe, um die Stärke der anderen einzuschätzen.
Letzten Endes kamen die beiden Mädchen zu dem Schluss, dass sie einander benutzen konnten. Zumindest nach außen hin gaben sie sich als beste Freundinnen. Tatsächlich balancierten beide auf Messers Schneide, stets bemüht, den nächsten Schritt der jeweils anderen vorauszusehen.
Es dauerte nicht lange, bis Reina einen Handel vorschlug: Sie würde Informationen über die Kuatatou preisgeben, neun verfluchte Klingen, mit denen das Oberhaupt des Mishima Clans schon lange mächtige böse Geister bannte, wenn sie im Gegenzug Informationen über die Streitkräfte der G Corp erhielt. Ihre Schwäche für seltene Waffen ließ Kunimitsu keine Wahl, als darauf einzugehen.
Für ihre Informationen erhielt sie ein uraltes Schriftstück, das den Verwahrungsort der Kuatatou beschrieb. Nachdem sie die Schrift entziffert hatte, entdeckte Kunimitsu einen Geheimgang auf dem Anwesen der Mishima (Honmaru), das ein Jahr zuvor niedergebrannt war. Sie folgte dem Gang und fand an seinem Ende neun rostige Odachi-Klingen, jede davon so groß wie sie selbst. Kunimitsu nahm die Kuatatou an sich und erfüllte ihren Teil der Abmachung, indem sie Reina über die Invasionspläne der G Corp unterrichtete.
Kunimitsu kehrte in das Ninjadorf zurück, in dem ihr Vater lebte, um den Klingen ihren alten Glanz zurückzugeben und neue Techniken zu erlernen. Mehrere Monate vergingen und die Streitkräfte der G Corp verwüsteten New York, genau wie Kunimitsus Informationen es angekündigt hatten.
Kazuya Mishima, der alle Fäden dieser Verschwörung in den Händen hielt, setzte ein weiteres King of Iron Fist Tournament an. Auf der Teilnehmerliste entdeckte Kunimitsu einen ihr vertrauten Namen: Yoshimitsu, den Erzfeind ihrer Mutter. Nach einem Gebet für die schnelle Genesung ihrer schwer erkrankten Mutter verließ sie das Dorf. Im Gepäck hatte sie die Kuatatou und ihre neu erlernten Techniken. „Bitte halte nur noch ein Weilchen durch, Mutter. Die verfluchte Klinge Yoshimitsu wird bald schon mir gehören.